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Laut.de
The Doors: Neues Livealbum zum Downloaden
The Doors präsentieren sich derzeit wieder on stage. Jetzt soll
die Show am kommenden Freitag in Denver aufgezeichnet und online als
Livealbum verkauft werden.
Denver - The Doors stehen in ihrer derzeitigen Besetzung, den
Originalmitgliedern Ray Manzarek (Keyboards) und Robbie Krieger
(Gitarre) sowie dem The Cult-Sänger Ian Astbury, Basser Angelo Barbera
und Drummer Ty Dennis, wieder auf der Bühne. Hierzulande treten die
Psychedelic Rock-Legenden als The Doors Of The 21st Century am 17. Juli
auf dem Bonner Museumsplatz auf. Fans, die nicht das Glück haben, die
Band live zu erleben, können sich allerdings anderweitig behelfen: Am
kommenden Freitag lässt die Band den Gig im amerikanischen Denver
mitschneiden und bietet ihn anschließend als Livealbum online zum
kostenpflichtigen Download an.
Nach dem Konzert kann man auf der Bandwebsite einen Registriercode
erwerben, der dazu berechtigt, den Mitschnitt auf die heimische
Festplatte herunterzuladen. Allerdings wird ein Obulus von 20 US-Dollar
fällig. "Dieses Ereignis ist ein Meilenstein für die Musikindustrie",
schwärmt Zack Bair, dessen Unternehmen die dafür notwendige neue
Technologie NetBurn zur Verfügung stellt. Diese preist er als Kompromiss
zwischen den Interessen der Copyright-Inhaber und dem Anspruch der Fans
auf leichten und schnellen Zugang zu Musik an.
Inhaltlich ist die Idee nicht ganz so neu. Beispielsweise verkauften
die deutschen Avantgardebastler Einstürzende Neubauten auf ihrer letzten
Tour direkt im Anschluss an die Konzerte konservierte Versionen der
Gigs. Die frisch gebrannten Doppel-CDs schlugen mit jeweils 25 Euro zu
Buche. Die Tracklist wurde später online nachgereicht.

The Doors: Ex-Band tanzt um Morrisons Grab
The Doors 21st Century wollen vor einem Gig in Paris im
Dezember das Grab des verstorbenen Jim Morrison besuchen. Der Ex-Drummer
ist dagegen.
Los Angeles - Am 9. Dezember findet der erste Gig der Doors in
Paris statt. Genauer der Doors 21st Century, denn von der
Originalbesetzung sind nur noch Ray Manzarek und Robby Krieger erhalten.
Für Jim Morrison steht The Cult-Sänger Ian Astbury am Mikro, der
ehemalige Police-Drummer Stewart Copeland ersetzt den widerspenstigen
John Densmore.
Am Tag vor dem Auftritt soll aber noch der 1971 verstorbene Jim
Morrison beehrt werden, der am 8. Dezember 60 Jahre alt geworden wäre.
Er ist auf dem berühmten Pariser Friedhof Pere Lachaise begraben. Diesen
Tag wollen die neuen Doors an Jim Morrisons Grab feiern, um am nächsten
Abend zum ersten Mal überhaupt in Paris aufzutreten. Auf die Ankündigung
Manzareks, sie wollten "Jim zum Geburtstag einen Besuch abstatten ",
reagierte der Ex-Drummer der Doors John Densmore sehr kritisch.
Zur L.A. Times sagte Densmore, es sei ein reiner Reklameakt, wenn die
"Pseudo-Doors um Jims Grab latschen". Densmore versuchte schon Anfang
Februar gerichtlich, ein Wiedervereinigungskonzert seiner Kollegen unter
dem Namen The Doors 21st Century zu verhindern. Der Grund: Die Rechte an
Namen und Logo der Doors liegen zu jeweils gleichen Teilen bei den drei
verbliebenen Bandmitgliedern und der Witwe des verstorbenen Sängers Jim
Morrison.
Manzarek und Krieger scheinen sich trotzdem auf die Tour zu freuen,
und zwar vor allem auf die Live-Performance der Songs von "L.A. Woman",
die noch nie live gespielt wurden: "Nachdem wir sie aufgenommen hatten,
ging Jim nach Paris und kehrte nie zurück", sagte Manzarek. "Aber nun
holen wir die Tour nach, die niemals stattfand!"

The Doors: Morrisons Eltern ziehen vor Gericht
Mama und Papa Morrison versuchen mittels einer Klage die
Wiederbelebung von "The Doors" zu verhindern.
Los Angeles - Ray Manzerek und Robbie Krieger von den Doors müssen
einen erneuten Rückschlag für ihre Reunionpläne hinnehmen. Nach Drummer
John Desmore wollen jetzt auch die Eltern ihres verstorbenen Sängers Jim
Morrison vor Gericht ziehen, um eine Tour sowie ein neues Album der
beiden als "The Doors, 21th Century" auf ewiges Eis zu legen.
George und Clara Morrison werfen dem Duo in der Anklageschrift vor,
dass sie den guten Ruf der Band sowie die Lyrics ihres Sohnes ohne
Erlaubnis und nur zur persönlichen Bereicherung benutzen würden. In
ihren Augen ändere auch der abgeschwächte Bandname nichts. Das Anhängsel
"21th Century" werde eh immer unterschlagen und im Endeffekt nur "The
Doors" hervorgehoben.
Unterstützung erhält das Ehepaar von Pearl Courson, Mutter der
langjährigen Morrison-Lebensgefährtin Pamela. Courson hatte nach dem
Tode ihrer Tocher ein Viertel der Bandanteile und ihren Einnahmen
geerbt. Die The Doors-Reunion von Manzerek und Krieger steht ob solch
starken Gegenwindes weiter in den Sternen.

Ray Manzarek: "Wenn wir nicht die Doors sind ..."
Nachdem John Densmore letzte Woche versuchte seine ehemaligen
Bandkollegen vom Gebrauch des Namens The Doors abzuhalten, sind Krieger
und Manzarek beleidigt.
Hollywood - John Densmore hatte ein Wiedervereinigungskonzert
seiner Kollegen unter dem Namen The Doors - 21st Century am vergangenen
Freitag gerichtlich verhindern wollen. Robbie Krieger und Ray Manzarek,
deren Auftritt mit Police-Schlagzeuger Stewart Copeland und Sänger Ian
Astbury ein voller Erfolg gewesen sein soll, warteten nicht auf einen
Gerichtstermin, um es Densmore heimzuzahlen, sondern taten nun ihre
Meinung über die Presse kund.
Man habe Densmore eine herzliche Einladung zukommen lassen, die er
aufgrund von angeblichen Tinitus-Problemen abschlug, sagte Keyboarder
Manzarek zu ABC-News. Anstatt der Aufforderung, an den Percussions
mitzuwirken, nachzukommen, habe Densmore wegen Namenmissbrauchs geklagt:
"Es ist lächerlich: der Gründer und Keyboarder der Doors spielt mit dem
Autor von 'Light My Fire', 'Love Me Two Times' und 'Love Her Madly' -
wenn wir nicht die Doors sind, wer dann?"
Die Agentur, die The Doors - 21st Century bucht, hat jetzt eine
Frühjahrstour durch die Staaten und einige Auftritte in Europa für den
Sommer geplant. Schlagzeuger Copelands Teilnahme an der geplanten Tour
ist aber unsicher, da er schon am vergangenen Freitag wegen einer
Verletzung ausgewechselt werden musste. Für ihn springt vorerst Ty
Dennis, der Drummer von Kriegers Band, ein.

The Doors: Drummer klagt gegen Reunion
John Densmore versucht seine Ex-Bandkollegen gerichtlich an der
Nutzung des Namens "The Doors" zu hindern.
Los Angeles - Anlass der am Dienstag in Los Angeles vom früheren
Doors-Schlagzeuger John Densmore eingereichten Klage ist ein
Wiedervereinigungskonzert, bei dem seine ehemaligen Bandkollegen Robbie
Krieger und Ray Manzarek zusammen mit dem Sänger der Band The Cult, Ian
Astbury, und Police-Schlagzeuger Stewart Copeland am kommenden Freitag
unter dem Namen "The Doors" auftreten wollen. Densmore beschuldigt
Keyboarder Manzarek und Gitarrist Krieger des Markenzeichen- und
Namenmissbrauchs.
Die Rechte an Namen und Logo der Doors liegen zu jeweils gleichen
Teilen bei den drei verbliebenen Bandmitgliedern und der Witwe des 1971
verstorbenen Sängers Jim Morrison. Bei diesem bereits 1965 von Morrison
erstellten Konzept hat jedes Mitglied Veto-Recht gegenüber den anderen.
Densmore zeigt sich bestürzt über den Missbrauch des Namens, der zudem
die Fans nur verwirre. Ihm gehe es lediglich um die Verwendung des
Bandnamens und keineswegs um eine Verhinderung des geplanten Konzerts.
"Sie können sich the Windows oder the Hinges nennen, aber nicht The
Doors", begründete Densmore seine Klage gegenüber der Nachrichtenagentur
Reuters: "The Doors sind Jim, John, Ray und Robbie, es sollte nicht The
Doors heißen, wenn da irgendjemand anders als Jim singt." Manzarek wies
die Vorwürfe zurück. Nicht ohne Grund wollten er und Krieger ohnehin
unter dem leicht geänderten Namen" The Doors, 21st Century" auftreten.
The Doors: Manzarek und Krieger verlieren Bandnamen
Die The Doors-Mitglieder Ray Manzarek und Robby Krieger dürfen
ihren eigenen Bandnamen nicht mehr verwenden. Ex-Drummer John Densmore
hatte seine ehemaligen Bandkollegen auf Schadensersatz verklagt.
Los Angeles - "Ich bin sehr glücklich, dass das Vermächtnis der
'echten' Doors und das von Jim Morrison im Besonderen mit dieser
Entscheidung gewahrt bleibt", zeigte sich Ex-Doors-Drummer John Densmore
mit dem Ausgang des Prozesses zufrieden. Laut dem Urteil eines Gerichts
in Los Angeles dürfen seine ehemaligen Bandkollegen Ray Manzarek und
Robby Krieger nicht mehr unter dem Bandnamen The Doors Of The 21st
Century auftreten. Zudem soll Densmore ein Drittel der Konzerteinnahmen
erhalten, berichtete das US-Branchenblatt Variety vergangene Woche.
Manzarek und Krieger waren seit 2002 unter dem nur leicht
abgeänderten Bandnamen als The Doors Of The 21st Century aufgetreten,
mit The Cult-Sänger Ian Astbury am Mic und ohne Densmore an den Drums.
Der Trommler hatte das Engagement wegen eines Gehörschadens abgelehnt,
ihn ersetzte zeitweise der ehemalige Police-Drummer Stewart Copeland.
Seit Februar 2003 versuchten Densmore und Jim Morrisons Eltern die neuen
Doors wegen Vertragsbruchs und unfairen Wettbewerbs zu stoppen. Dem
Ur-Drummer zufolge sollten seine Ex-Kollegen den Zusatz "former members"
im Namen mitführen.
The Doors hatten sich 1971 nach dem Tod von Sänger Morrison aufgelöst
und damals vereinbart, dass jeder Nutzung des Bandnamens und des Logos
alle Parteien zustimmen müssen. Hierzu zählen obendrein die Erben von
Morrisons langjähriger Lebensgefährtin Pamela Courson.
+++ Was im vergangenen Jahr als eines der größten Comebacks 2002
abgefeiert wurde, endet nun vor Gericht. Der frühere Police-Schlagzeuger
Stewart Copeland hat Ray Manzarek und Robby Krieger von Doors 21st Century
(der Neuauflage der Doors) auf eine Million US Dollar verklagt. Copeland
beklagt, dass Manzarek und Krieger eine mündliche Vereinbarung nicht
eingehalten und stattdessen Copelands Lohn einbehalten hätten. Erst im
vergangenen Monat hatte das dritte verbliebene Doors-Mitglied,
Schlagzeuger John Densmore, die Herren Manzarek, Krieger, Copeland und den
Cult-Sänger Ian Astbury gerichtlich dazu bringen können, nicht unter dem
Namen Doors auf Tour zu gehen.+++
Tagesspiegel:
Rebellen mit College-Abschluss
Doors-Gründer Ray Manzarek erklärt, wie es war, vor 40 Jahren jung
zu sein – und was daraus wurde Kommende Woche spielt er mit Robby Krieger
und den „Riders on the Storm“ in Berlin
Gut 40 Jahre ist es her, dass in Los Angeles zwei junge Männer, Ray
Manzarek und Jim Morrison, eine Band gründeten. In der Folge wurden The
Doors eine der bedeutendsten Rockgruppen der Welt. 1971 starb Morrison,
danach löste die Band sich auf. Kürzlich taten sich Manzarek und Doors-
Gitarrist Robby Krieger wieder zusammen, jetzt kommen sie mit dem neuen
Sänger Ian Astbury nach Berlin. Wegen eines Rechtsstreits nicht als The
Doors, sondern als „Riders on the Storm“. Lars von Törne, Jahrgang 1969,
ließ sich von Manzarek, Jahrgang 1939, erklären, wie es sich vor 40 Jahren
anfühlte, jung und wild zu sein.
Herr Manzarek, ich habe hier ein Foto von Ihrer
Europatournee 1968. Da sehen Sie ziemlich wild aus, aber Ihr Publikum
trägt Schlips und Kragen, kurze Haare …
Sehen Sie: Diese Oldtimer stehen für das, gegen das wir rebelliert
haben!
Was für eine Atmosphäre war das damals, 1965, als Sie die Doors
gründeten?
Oh, das könnt ihr jungen Leute euch gar nicht mehr vorstellen. Als
wir Anfang, Mitte 20 waren, haben wir ernsthaft gedacht, wir könnten die
Welt verändern. Einen Ort der Freiheit, Harmonie und Liebe schaffen. Wir
haben danach gestrebt, wahre Christen zu werden …
Sie hören sich an wie ein Prediger.
Mit Kirche hat das nichts zu tun. Uns ging es darum, den Zielen
von Jesus Christus zu folgen, der sagte: Liebe deinen Nächsten wie dich
selbst. Das war es, was wir wollten. Wir betrachteten die anderen Menschen
als Fortsetzung von uns selbst. Die Einheit aller Dinge.
Klingt abgedreht.
Nun, wir haben LSD genommen, Pilze, Pejote,
bewusstseinserweiternde Substanzen. Wir haben die Pforten der Wahrnehmung
geöffnet und sind auf die andere Seite gelangt. Das war eine Zeit, in der
junge Menschen nach Aufklärung strebten und die Welt vor jenen
Katastrophen schützen wollten, die uns heute wieder bedrohen – Krieg,
Hass, Gewalt.
Glorifizieren Sie die Vergangenheit nicht ein wenig?
Glauben Sie mir, es war ein enormer Umbruch. Aber das versteht ihr
jungen Leute erst, wenn auch ihr die Pforten eurer Wahrnehmung öffnet.
Denken Sie mit Nostalgie zurück?
Natürlich, es war die Zeit, als wir jung und hart und verrückt und
verliebt waren – lebendig eben. Wir hatten einen neuen Stamm gegründet von
Menschen, die anders leben wollten. Wir liebten einander, liebten die
Erde. Wir waren die Generation, der die Welt offen lag. Der Krieg war
vorbei, wir waren die Ersten, die ihr Leben frei bestimmen konnten. Und
wir machten etwas anderes draus, als unsere Eltern es geplant hatten. Ich
zum Beispiel sollte Rechtsanwalt werden. Und Jim Morrison sollte zur
Marineakademie gehen oder Diplomat werden.
Stattdessen wurden Sie Rockmusiker. Das muss ein Schock für Ihre
Eltern gewesen sein.
Absolut. Das war revolutionär. Das hatte es vorher nicht gegeben.
Alle sagten: Musik? Davon könnt ihr doch nicht leben! Aber wir haben den
Sprung gemacht. Das war das Besondere an jener Zeit: Wir haben uns der
göttlichen Energie hingegeben – und wurden gerettet.
Hört sich ziemlich abgehoben an.
Aber so waren wir damals nun mal drauf: psychedelisch.
Wieso stachen die Doors aus dieser allgemeinen Jugendbewegung so
heraus?
Vielleicht weil unsere Musik auf Jazz und Blues basierte und nicht
diesen Country-Sound hatte, diesen Jingel-Jangel-Gitarrenklang. Und wir
bestanden im Gegensatz zu anderen Bands aus Leuten mit College-Abschluss,
wir kannten unsere Philosophen wie Nietzsche und wussten etwas über
europäische Künstler wie Brecht und Weill.
Wie wichtig waren Äußerlichkeiten, Ihre langen Haare zum Beispiel?
Das war revolutionär. Die Norm war bis dahin, dass alle mit
Armeehaarschnitten rumliefen. Wir ließen unsere Haare wachsen und zeigten:
Wir sind kein Teil des militärisch-industriellen Establishments mehr. Wir
sind wild und frei.
Ihre Band war berühmt auch für die sexuellen Anspielungen …
Ja, die waren sehr wichtig, auch wenn wir das gar nicht
absichtlich einsetzten. Es war einfach das erste Mal, dass man auf der
Bühne freizügiger sein und Sexualität thematisieren konnte.
Hin und wieder wurde Jim Morrison deswegen auch eingesperrt.
Natürlich. Wir brachen mit der Generation unserer Väter. Kein
Wunder, dass die sich wehrten.
Stichwort Drogen …
Die 60er Jahre sind ohne LSD und Marihuana nicht denkbar. Diese
Substanzen ermöglichten uns einen völlig neuen Blick auf die Dinge. Ohne
sie wäre das kaum denkbar gewesen.
Viele kommen heute gut ohne so was aus.
Natürlich, man kann Yoga machen, Zen und so weiter. Aber Amerika
brauchte damals eine Radikalkur. Lasst uns so viele Leute wie möglich so
schnell wie möglich zur Erleuchtung bringen. Da waren LSD, Hasch oder
Pilze ganz praktisch.
Waren Sie erfolgreich mit Ihrem Versuch, eine neue Gesellschaft zu
schaffen?
Der Kampf geht immer weiter. Damals ging es um einen Neuanfang, um
Frauenrechte, Umweltschutz, Frieden und so weiter. Und heute geht es gegen
die Bush-Regierung, gegen Fundamentalisten aller Coleur: Moslems,
Christen, Juden, oder auch fundamentalistische Kapitalisten. Man muss
einfach immer weiter für das Gute kämpfen, für die Liebe.
Sie sind jetzt 66. Wie kam es, dass sie jetzt als Revivalband
touren, statt Ihre Rente zu genießen?
Es begann mit einer MTV-Sendung, bei der Robby und ich gemeinsam
auftraten. Danach dachten wir: Irgendwie fehlt uns die gemeinsame Musik.
Wir gewannen Ian Astbury von der Band The Cult als Sänger, und seitdem
treten wir hin und wieder als „Riders on the Storm“ auf.
Ihr Orgelsound prägt die Musik der Doors, die Eröffnungsmelodie von
„Light my Fire“ ist wohl das berühmteste Orgelintro der Rockmusik. Ist das
eine schwere Bürde?
Die einzige Bürde ist die Abwesenheit von Jim. Er fehlt uns sehr.
Wäre es nicht toll, wenn er wieder lebendig wäre?
Manche finden, Sie sollen die Vergangenheit ruhen lassen.
Wieso? Die Vergangenheit ist die Gegenwart. Wir haben riesigen
Spaß, gemeinsam zu spielen. Und die Fans lieben es. Es gibt zwar welche,
die sagen: Wie könnt ihr es wagen, ohne Jim Morrison aufzutreten. Aber das
sind Leute, die ihn nicht als Künstler schätzten, als Poeten, sondern
einfach nur in seine knackigen Lederhosen verliebt waren.
Riders on the Storm
Zwei Urgesteine der 60er melden sich zurück und knipsen das Licht
noch mal an: Robby Krieger und Ray Manzarek, Gitarrist und Organist der
legendären Doors waren im April gemeinsam mit Ex-Cult-Frontman Ian Astbury
als Riders on the Storm in Deutschland. Hier verrät Robby Krieger wie es
zur Reunion kam, was er von Tribute Bands hält und wie er über die
Entwicklung der Musikindustrie denkt.
Wie fühlt es sich an, wieder mit den Doors-Songs auf der Bühne
zu stehen?
- „Großartig! Es ist eine Ewigkeit her, dass ich mit Ray
zusammengearbeitet habe. Die Doors-Sachen wieder mit einem richtigen
Sänger auf die Bühne zu bringen, ist schon was anderes, als die Stücke
selbst mit meiner Band zu spielen. Normalerweise singe ich oder manchmal
mein Sohn Waylon. Hin und wieder spielen wir sie nur rein instrumental.
Diese Formation ist was ganz anderes. Es ist wieder das Original und es
macht immer noch riesig Spaß.“
So ganz original sind die Riders ja nun auch wieder nicht.
Außer Ray und Ihnen, sind ein anderer Drummer und ein Bassist mit an Bord.
- „Stimmt. John Densmore wollte nicht mit uns auftreten. Deshalb haben
wir Ty Dennis gefragt, der in meiner Band Schlagzeug spielt. Er kennt
die Doors-Songs. Unser Bassist kommt aus Jamaika, ein echter Reggae-Typ.
Er ist ein Experte, wenn es um die Musik von Motown geht. In alten
Zeiten hat Ray den Bass mit seiner linken Hand übernommen. Aber darauf
hatte er keine Lust mehr. (lacht)“
Hat sich etwas bei den Arrangements der Songs verändert?
- „Nein, wie spielen sie wie damals. Der einzige Unterschied ist, dass
Ray seine linke Hand nun voll am Piano einsetzen kann, was früher wegen
der Basslines nicht möglich war. Rays Art den Bass zu spielen hatte
natürlich schon einen Effekt auf den typischen Doors-Sound. Seine linke
Hand war eine Art Autopilot. Er durfte darüber gar nicht weiter
nachdenken, sonst hätte er Probleme mit der rechten Hand bekommen, die
allein für den Orgelsound zuständig war. Völlig klar, dass diese
besondere Art den Bass einzusetzen ziemlich spezifisch war. Hätten wir
damals einen Bassisten in der Band gehabt, hätten wir sicher ganz anders
geklungen. Ob das nun besser oder schlechter gewesen wäre, kann ich
nicht beurteilen. Aber rückblickend würde ich das nicht ändern wollen.“
Wie sind Sie auf Ian Astbury als Sänger gekommen?
- „Ian war schon als Teenager ein großer Fan der Doors. Er war mit
Danny Sugerman befreundet. Danny war Co-Autor des Buchs No one here
get’s out alive und zeitweise unser Manager. Unglücklicherweise ist er
vor zwei Jahren an Lungenkrebs gestorben. Danny stellte uns Ian vor. Wir
traten zusammen bei der TV-Show Storytellers für den Musik-Sender VH-1
auf. Er machte seinen Job großartig.“
Sie sind nicht nur mit Ian aufgetreten, sondern baten schon die
Leadsänger von Pearl Jam und Creed auf die Bühne für ein Konzert. Wie kam
es zu der Entscheidung, Ian als festen Sänger in die Band zu holen?
- „Kennen Sie die Musik von The Cult? Die waren sehr von Jim Morrisons
beeinflusst. Für Ian ist damit wohl ein Traum in Erfüllung gegangen. Für
ihn ist es perfekt und für uns war es die beste Entscheidung.“
Ian hat anfangs geschworen die Riders wären nur ein limitiertes
Projekt. Jetzt arbeiten Sie schon drei Jahre zusammen. Wird es auch eine
gemeinsame CD geben?
- „Wir haben mächtig Spaß zusammen und sprechen tatsächlich darüber
ein Album mit neuem Material aufzunehmen. Das wird also der nächste
Schritt sein. Blöderweise wurden wir die ganze Zeit durch ein
Gerichtsverfahren, das John Densmore gegen uns angestrengt hat, daran
gehindert diese Pläne zu verfolgen. Aber Ian hatte schon Recht, als wir
anfingen, waren wir nicht sicher, wo die Sache hingehen wird. Und wir
haben auch keine Ahnung, wie lange es die Riders geben wird. Inzwischen
sind es schon drei Jahre und das zeigt ja, dass die Leute hinter uns
stehen. So lange es gut läuft, werden wir weiter machen.“

John Densmore fand die Idee, dass Sie als The Doors erneut auf
Konzerttour gehen wohl nicht angebracht. Er setzte durch, dass Sie sich
nicht The Doors of the 21. Century nennen dürfen. Wie kamen Sie auf Riders
on the Storm als Bandname?
- „Riders on the Storm war der letzte Song, den Jim live gespielt hat
als wir damals in New Orleans auftraten. Danach ging er nach Paris. Es
war auch der letzte Song, den wir gemeinsam für das L. A. Woman Album
aufnahmen. Aus diesen Gründen erschien es uns als gute Wahl für den
Neustart. Wir hätten uns natürlich auch The Windows nennen können
(lacht). Oder People are strange. Das wäre eine Alternative gewesen
(lacht).”
Gibt es Tabu-Songs, die Ray und Sie nicht mit Ian spielen würden?
- „Ja – es gibt ein Stück, dass wir definitiv nicht in dieser
Formation spielen werden und das ist The End. Ray findet, dass sei Jims
persönlichstes Stück und wir sollten davon einfach die Finger lassen.“
Warum haben Sie sich überhaupt für diese Reunion entschieden?
Sie könnten doch wunderbar vom Mythos leben.
- „Das ist eine berechtigte Frage. Der Grund für uns war, dass die
Leute uns sehen wollen. Wann immer ich mit meiner eigenen Band auf Tour
ging, kamen Fans zu mir und fragten, wann Ray, John und ich endlich
wieder gemeinsam auf der Bühne stehen würden. Wir trafen die
Entscheidung allein für unsere Fans und ich kann nur sagen, wer uns
nicht sehen will, der muss ja nicht zu den Konzerten kommen.“
Wie reagieren die Fans auf die alten/neuen Doors, besonders
diejenigen, die Jim Morrison noch erlebt haben?
- „Bislang hat sich noch keiner beschwert. Es kam aber auch keiner,
der gesagt hätte, wir seien besser als früher. Mir scheint es so, dass
jeder zufrieden ist, der uns sieht. Ian macht seine Sache großartig auf
der Bühne und die Leute flippen einfach aus. Was will man mehr?“
Ihre Deutschland-Tour ist ziemlich kurz dafür, dass die Fans so
heiß drauf sind, die alten Haudegen endlich mal (wieder) live zu erleben.
Sie haben nur drei Konzerte geplant …
- „Ich weiß auch nicht, warum. Aber wir werden sicher bald möglichst
noch mal kommen. Wenn es gut läuft, vielleicht gibt es ja noch
Zusatztermine. Ich hoffe, die Fans wollen mehr.“
Wird es irgendwann doch noch eine Reunion mit John Densmore
geben?
- „Es gibt immer eine Chance. Wir wollen nach wie vor mit ihm wieder
auf der Bühne stehen. Aber er will es einfach nicht und man kann
niemanden zwingen. Ich wünschte, er wüsste, wie sehr die Fans uns drei
wieder zusammen sehen möchten. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was in
ihm vorgeht. Immerhin macht er ja nach wie vor Musik. Jazz in seiner
eigenen Band.“
Wie aktuell sind die Doors Songs heute?
- „Ich denke, sie thematisieren Dinge, die heute wieder oder immer
noch aktuell sind. Wir haben damals versucht über universelle Themen zu
schreiben. Dinge, die auch 30 Jahre später noch relevant sein würden.
Und das hat sich bewahrheitet.“
Sie sind über 40 Jahre im Musikgeschäft. Was waren die
gravierendsten Veränderungen?
- „Positiv oder negativ? Es gibt nicht gerade viele positive
Entwicklungen. Ich denke, das größte Problem ist, dass es ein zu
ausuferndes Business geworden ist. Anfangs ging es nur um Musik und um
Kunst. Inzwischen ist es nur noch big Business und das Geld bestimmt die
Regeln. Die Bands heutzutage haben einfach ihre Kraft verloren und sie
haben den Plattenfirmen nichts mehr entgegen zu setzen. Die Major-Label
haben die Macht Bands zu machen und zu zerstören. Sie signen nur die
Bands, die ihnen Erfolg versprechend erscheinen. Die Musik muss ein Hit
werden, sonst gibt es keinen Vertrag. Da werden gleich mehrere Gruppen,
die einen ähnlichen Sound haben ausprobiert und gefeuert, wenn sie nicht
den gewünschten Erfolg bringen. Die nehmen sich einfach nicht mehr die
Zeit, einen Künstler aufzubauen. Ein anderes Problem sehe ich im Einsatz
von Computern. Das suggeriert, jeder könnte eine Platte aufnehmen. Mit
dem richtigen Programm, kann jeder Musik machen. Doch genau das nimmt
die Kunst aus der Musik. Die Leute machen sich heute nicht mehr die Mühe
ein Instrument zu lernen, an ihrer Musik zu wachsen. Die Technologie
kann großartig sein, aber man muss vorsichtig mit ihr umgehen, sonst
zerstört sie die Kunst.“
In den letzten Jahren – vor allem nachdem der Doors-Film in die
Kinos kam – schossen Tribute-Bands wie die Pilze aus dem Boden. Was halten
Sie von dieser Entwicklung?
- „(lacht) Ich nehme es erst mal als Kompliment. Aber ganz
offensichtlich kann kein Tribute so gut sein wie das Original. Das war
ein Grund, warum wir wieder auf Tour wollten, schließlich sind wir das
Original.“
Sie sind vor ein paar Jahren zusammen mit The Soft Parade -
einer Tribute-Band aus New York - in Paris aufgetreten. War es nicht
seltsam, mit einem Klon auf der Bühne zu stehen?
- „Ach ja, die Soft Parade. Es hat Spaß gemacht. Hm – ehrlich gesagt,
es war natürlich nicht zu vergleichen mit den Doors. Tatsächlich kam ich
mir ziemlich blöd vor. Da war ein Typ, der war so angezogen wie ich
damals (lacht), er hatte so einen Bart, wie ich ihn hatte. Der war wie
eine Parodie auf mich. Wissen Sie, ich sehe es so, wenn es Tribute-Bands
von deiner Gruppe gibt, dann bedeutet das, wir haben einen sehr langen
Weg zurückgelegt. Was mir allerdings sehr zu denken gibt ist die
Tatsache, dass es Leute gibt, die zu diesen Konzerten gehen und glauben,
sie wüssten nun, wie die Doors waren. Aber das stimmt einfach nicht.
Diese Bands sind so weit von uns entfernt, wie die Erde vom Mond.“

Was ist denn der größte Unterschied zwischen Bands wie The Soft
Parade und dem, was Sie nun mit den Riders machen?
- „Die eine wird immer die Kopie bleiben, während die andere das
Original ist. Eine Kopie, bleibt immer eine Kopie, ganz gleich, was
diese Bands von sich behaupten. Ihre Musik kommt nicht von Herzen.“
Sind Sie es nicht manchmal leid, dass die Leute immer nur nach
der guten alten Zeit mit Jim fragen und sich nicht dafür interessieren,
was Sie heute machen?
- „Ganz ehrlich? Wenn du es einmal im Leben geschafft hast, dann wirst
du immer daran gemessen. Ich habe sieben oder acht Soloalben aufgenommen
und keiner interessiert sich dafür. Die wollen immer nur Geschichten
über die Doors hören. Das macht mich oft stinksauer. Aber dann muss ich
mir eingestehen, dass viele froh wären, wenn sie je so weit kämen wie
wir damals. Nur wenige schaffen es zweimal. Paul McCartney ist so einer.
Der hat es gepackt. Trotzdem will jeder von ihm die Beatles-Songs hören.
Davon kommst du nicht los und im Grunde ist ja nichts Falsches daran.
Ich meine, hey – du kannst heute noch die Duke Ellington Band erleben,
obwohl Duke schon 30 Jahre tot ist. Bei den Doors ist es wohl ähnlich.
Also kann ich nur sagen, kommt vorbei uns seht euch die Show an.
(lacht).“
Es gibt unzählige Doors-Biografien – einschließlich die Ihrer
Kollegen und Ihres ehemaligen Managers. Lesen Sie, was die Leute über Sie
schreiben und werden wir irgendwann auch Robbies Version zu lesen
bekommen?
- „Ich habe ein oder zwei davon gelesen. Es gibt keinen Grund für mich
all diese Bücher zu lesen. Ich war schließlich dabei und ich weiß wie es
war. Die meisten Autoren bedienen sich von Informationen aus zweiter
Hand. Ich versuche mir nicht allzu viele Gedanken über diese Bücher zu
machen und ich plane auch keine eigene Biografie.“
Ein Wunder eigentlich, dass nicht auch Jims Geschwister ihre
Version veröffentlichen. Janis Joplins Schwester hat eine Biografie über
sie veröffentlicht und damit die Lücke in all den anderen Bios
geschlossen, die über Janis Kindheit und Jugend nicht viel sagen konnten.
- „Wenn Sie Jims Geschwister kennen würden, dann würden Sie sich nicht
wundern (lacht) Entschuldigen Sie, ich wollte nicht so offen sein. Nein
– das war ein Scherz (lacht). Ich denke, dass besonders Jims Eltern im
Grunde wünschen, dass die Sache endlich ein Ende findet. Sie mögen die
ganze Publicity um ihren Sohn nicht. Ich nehme mal an, das iwird Jims
Geschwister auch davon abhalten über ihn ein Buch zu schreiben.“
Natürlich kommen wir nicht drum herum ein paar Worte über
Oliver Stones Film The Doors zu verlieren …
- „Okay. Ich mochte den Film. Tatsächlich habe ich als Berater
mitgewirkt. Es war interessant und irgendwie hat es auch Spaß gemacht
einen Film zu drehen. Alles in allem ist es ein guter Spielfilm
geworden, der es mit den Tatsachen eben nicht so genau genommen hat. Aus
meiner Sicht hat Val Kilmer (Anmerkung: Kilmer spielt die Rolle von Jim
Morrison) seine Sache gut gemacht. Er hat es geschafft Jims
Persönlichkeit rüberzubringen. Was mich etwas gestört hat war, dass man
nichts über die nette Seite von Jim erfahren hat. Oliver Stone hat ihn
ständig betrunken dargestellt. Wir alle wissen, diese Momente gab es.
Aber eben nicht ständig. Die Musikszenen waren das Beste am Film. Es war
meine Aufgabe darauf zu achten, dass die Konzertszenen so korrekt wie
nur möglich waren. Und die kommen dem, was wir damals erlebten, recht
nahe. Val Kilmer hat das meiste selbst gesungen und das war schon sehr
gut.“
Sie haben vorhin Ihren Sohn erwähnt. Der hat vor einer Weile
eine CD mit einem gewissen Cliff Morrison aufgenommen, der behauptet Jims
Sohn zu sein.
- „(lacht) Oh, erinnere mich nicht daran. Das war ein Deal für nur
eine CD. Cliff Morrison ist ein Fake! Er hat meinen Sohn verarscht. Der
hat ihm geglaubt. Ich sagte damals zu Cliff, wenn du wirklich Jims Sohn
bist, dass solltest du einen DNA-Test machen, um alle Zweifel
auszuräumen. Da bekam er plötzlich Muffensausen. Ich glaube, der Typ
sitzt inzwischen im Knast. Er hat irgendwen gekidnappt oder so.“
Wahrscheinlich jemanden, der seine wahre Identität verraten
wollte.
- „(lacht) Schon möglich. In jedem Fall ein unangenehmer Mensch.“
Gibt es schon konkrete Pläne für Riders on the Storm, wenn die
Tour vorbei ist?
- „Im Sommer werden wie erst einmal durch Südamerika touren und danach
haben wir noch ein paar Termine in den Staaten. Aber wir arbeiten auch
an neuem Material, das wir später aufnehmen wollen. Na ja – wir sind
eine Band und wir machen das, was Bands normalerweise so tun, touren,
Songs schreiben, ins Studio gehen.“
Das hört sich so an, als wären die Riders für alle inzwischen
ein fulltime Projekt. Machen Sie nichts mehr mit Ihrer eigenen Band?
- „Tatsächlich habe ich nicht sehr viel mit meiner eigenen Band
gearbeitet, seit ich mit Ray und den anderen die Riders gegründet habe.
Es sieht ganz nach einem fulltime Job aus. Aber ich schreibe schon seit
einer Weile an eigenem Material für ein neues Robbie-Krieger-Album, das
hoffentlich bald erscheint. Außerdem bastele ich anmeiner Website, denn
ich plane dort Songs zum download anzubieten.“
Darin scheint die Zukunft des Musikgeschäfts zu liegen.
Künstler wie David Bowie oder Prince machen das schon sehr lange.
- „Tatsache. Sind die Downloads umsonst?“
Schön wär’s. Aber sie sind erschwinglich. Prince nimmt pro
Single 0,99 $.
- „Ah… das ist wie bei I-tunes. Ich finde das eine gute Idee, um
Künstler kennen zu lernen. Mal sehen, wie ich esmachen werde. Sie
sollten bei Gelegenheit mal auf meiner Website vorbeischauen.“
Ich danke Ihnen für das Gespräch.
Das Interview führte Claudia Hötzendorfer
Februar 2007
Astbury verlässt Riders on the Storm
Ian Astbury verlässt nach vier Jahren das
Doors-Nachfolgeprojekt Riders on the Storm. Der 44-Jährige Sänger will
einen Neuanfang mit seiner früheren Band THE CULT versuchen. «Ich habe
beschlossen, mich neuen Dingen zu widmen und mich auf meine eigene Musik
und deren Vermächtnis zu konzentrieren», sagte Astbury in einer Erklärung.
Riders on the Storm nannten sich nach einem Doors-Titel, nachdem das
dritte verbliebene Doors-Gründungsmitglied John Densmore die Verwendung
des legendären Band-Namens gerichtlich untersagen ließ.
«Ich habe viel von den beiden (Manzarek und Krieger) gelernt und es hat
sicherlich meine Fähigkeiten als Performer erweitert. Dies war eine
schwierige Entscheidung, aber ich hätte das Gefühl, nicht nur sie, sondern
auch mich zu hindern, wenn ich jetzt nicht gehen würde.» Riders On The
Storm wollen nach Angaben von Bandmanager Tom Vitorino weitermachen und
suchen jetzt einen neuen Sänger. The Cult wurden in den 80er Jahren mit
den Hits «She Sells Sanctuary», «Revolution» und «Rain» bekannt.
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